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Sonntag, 22. Januar 2012

Eltern-Kind-Blogparade #2





Diese Woche bin ich aber echt spät dran mit Schreiben.*uff*

Unser Thema diesmal:
Wie kamen unsere Kinder zu uns?
Aaaalso, da war diese Sache mit dem Storch, der war bei den Bienchen und Blümchen....
Ach nee... Stimmt ja gar nicht :)

Unser erstes Kind kam 2000 zur Welt, da war ich 22 Jahre alt.
Und es war ein Wunschkind.
Schon mindestens ein Jahr bevor es "gefruchtet" hat, habe ich jeden Monat einen Schwangerschaftstest gemacht, weil ich nicht warten konnte. die Enttäuschung war umso größer, wenn es wieder nicht geklappt hat. Irgendwann haben wir uns gesagt "ok, wenn es nicht sein soll, dann eben nicht" und zack! War ich schwanger.
Wir haben uns so gefreut! Leider verlief die Schwangerschaft nicht so, wie man es immer von Anderen hört. Ab dem 4.Monat hatte ich immer wieder Vorwehen gehabt und musste ständig einen Gang zurück schalten.
Aber sobald es wieder gut ging bin ich mit meiner Kugel überall dabei gewesen. Bis zum 8.Monat. Dann war ich so dick das ich kaum noch laufen konnte. Wirklich Alle haben gefragt ob es Zwillinge werden. Nein, das war nur Einer!
Am 28.April hatte ich Termin. Am 02.Mai ging es los. Man oh man, waren das Schmerzen. Wehen sind aber nicht schön! In der Klinik angekommen musste man mich an der Tür abholen, weil ich nicht mehr laufen konnte. Insgesamt dauerte der "Spaß" acht Stunden. Aber in der Endphase unter Presswehen ging gar nichts mehr. Kind hing fest. Werte gingen runter. Ich bekam eine Spritze und sofort waren die Wehen weg. Dann kam auch schon die Vollnarkose und als ich die Augen wieder aufmachte, lag neben mir ein angezogenes Baby. Schrecklich. Ich fand es ganz schlimm das ich die Geburt nicht mitbekommen habe. :(
Dann musste ich mich am Abend schon wieder vom Kind trennen da er eine Infektion hatte und auf die Kinderintensiv kam. Das Ganze war ein echtes Trauma und ich hab nur geweint. Der Kaiserschnitt wollte nicht gescheit verheilen, ich konnte die ersten Tage nicht aufstehen. Alles nicht so toll...
Zu Hause ging es mir nicht wirklich besser, das Stillen hat nicht geklappt und nach fünf Wochen bekam ich starke Blutungen.
Einzelheiten möchte ich Euch ersparen. Ich lag eine Weile auf Intensivstation und bekam viel Fremdblut und hatte auch etwas Glück dabei, das ich hier heute sitze und Schreiben kann.
Diese Geburt und das ganze Drumrum habe ich mit einer Therapie aufarbeiten müssen. :(

Und trotzdem- wir wollten ein zweites Kind.
Das Ganze zog sich ganze neun Jahre hin!
Letztendlich wurde mit Hormonen etwas nachgeholfen, weil das sonst nie geklappt hätte...
Wieder ging es los, das ich jeden Monat einen Schwangerschaftstest gemacht hab. Wieder eine schräge Gefühlswelt in der ich gelebt hab.
Und immer mit dem Gedanken: Diesmal wird alles besser.

"Hurra! wir sind schwanger!"

Die Namenswahl haben wir diesmal dem großen Bruder überlassen. "Erik" zu finden war schwer genug. Es gab eine Liste mit diversen Namen, er fand das "Eskil" zum Bauch paßte. Ab da hieß das Baby eben Eskil.

Ich habe ab dem vierten Monat eine Hebamme zu Hause gehabt, die mich regelmäßig mit ihren Zaubernadeln von meinen Rückenschmwerzen befreit hat.
Ich habe auch diesmal wieder Vorwehen gehabt. Lag im ca. 7.Monat in der Klinik und durfte nur aufstehen um ins Bad zu gehen. Eine Woche lang. Bekam Lungenreife gespritzt, falls das Baby zu früh kommt.... Das Ganze Trauma war wieder da. :(
Aber die Wehen gingen zurück. Ich durfte heim.
Mein Bauch war auch wieder schnell sehr groß, wieder die Nummer mit den Zwillingen. Nein verdammt! Keine! Einer! Und viel zu viel Fruchtwasser.
So musste ich alle vier Wochen zur Kontrolle in die Klinik zum Schallen. Der Vorteil: Man hat ganz viele Fotos vom Kind. Und sieht wenn etwas micht stimmt:
Eine Herzklappe schließt nicht richtig.
Glaubt mir, es gab Tage, da habe ich mich gefragt, was ich getan hab, das ich sowas durchmachen muss. Mein Baby hat so viele Ärzte und Stationen besucht, obwohl es noch gar nicht auf der Welt war.
Meine Familie und meine Hebamme mussten mich immer wieder aufbauen.
Zwei Wochen vor Termin habe ich mich in die Klinik gesetzt und gesagt
"ich gehe erst wieder, wenn das Kind raus ist". Einen ganzen Tag lang wurde gedoktort und geredet und gemacht bis man mich überzeugt hat, dem Kind die Zeit im Bauch zu gönnen.
Ich bin Heim mit dem Vorsatz: Kein Arzt mehr.
In den letzten zwei Wochen ging es mir richtig gut. Keine Wehen mehr, keine Rückenschmerzen mehr, nichts. Und kein einziger Arztbesuch!

Dann kamen die Wehen...
Den Großen von der Oma abholen lassen und erstmal eine Runde spazieren gehen. Ging nicht mehr so gut. Also ab ins Auto und in die Klinik. Das war gegen 23 Uhr.
Und wie es der Zufall so will: Meine Hebamme hatte Dienst! Juhu! Endlich was Schönes!
Wieder Untersuchungen. "Ach, da ist ja noch gar nicht viel los. Aber bleib mal hier. Ich geb Euch ein Zimmer, da könnt ihr schlafen".
Ich habe es bis aufs Bett geschafft. Da machte es "Peng" und ich dachte ich sterbe. DAS tat aber weh! Hebamme gerufen. Nachgeguckt. Nichts. Da hört und liest man ja immer wenn die Blase platzt da kommt gaaanz viel Wasser. Nö. Kein Tropfen. Nichts. Aber Wehen. Und das nicht zu knapp!
Und nach zehn Minuten war der Muttermund offen. Holla! Darauf folgten 1,5 Stunden Presswehen, die ich mal eben veratmen sollte.
Liebe mitlesenden Mamas: Gibt es hier Eine, die es geschafft hat, Presswehen zu veratmen???
Im Endspurt durfte ich noch etwas Sport machen, um das Kind etwas zu drehen, was aber nicht geklappt hat. Er kam mit Hand am Kinn zur Welt.
Und ihm folgen Achtmillionen Liter Wasser. :)

Mein Geburtsfazit:
Es ist egal WO das Kind rauskommt- es tut IMMER weh!

Auch diesmal habe ich die Geburt schlecht verkraftet und möchte auch hier nicht ins Detail gehen.
Immerhin konnte ich nach fünf Tagen heim, auch wenn es mir noch lange nicht gut ging. Aber ich hatte ja meine Hebamme bei mir.
Sie hat geholfen, das es diesmal auch mit dem Stillen klappt.

Für den Großen Bruder waren die ersten Tage ziemlich hart.
Es hat ihn total überfordert, er hat viel geweint,
aber sich trotzdem arg gefreut, das sein Bruder da war...
Er war sofort dabei, wenn er bei der Babypflege helfen konnte, und hat auch bestimmt, was das erste Spielzeug sein sollte:
ein Schnuffeltier.

Es hat eine ganze Zeit gedauert, bis wir uns Alle an die neue Situation gewöhnt haben. Immerhin waren wir neun Jahre zu dritt.
Heute können wir es uns anders nicht mehr vorstellen.


Na? Habt ihr auch wirklich Alles gelesen und habt es bis hier her geschafft? Glückwunsch! D
ann dürft ihr nämlich auch erfahren, das es diese Woche wieder eine Verlosung gibt. Die Sponsoren diesmal sind NUBY, babystrauss und Spielwelt.
Schaut doch mal auf den Seiten vorbei.

Und: wer bis zum Ende gelesen hat, darf auch gern einen Kommentar hinterlassen. Ich freu mich darüber!

Kommentare:

  1. Ich kann dir sooooooooooooooo nachfühlen. Und nein, Presswehen kann man nicht veratmen. ;) Allerdings habe ich bei Kind 1 auch fast 2 Stunden Presswehen gehabt und die waren vollkommen anders als bei Kind 3. Bei Kind 3 hatte ich nur zwei Presswehen, die ich zurückhalten sollte (äh, das geht auch nicht).

    Es tut mir total leid, was du durchgemacht hast, ich hoffe, du kannst dich irgendwann mit Schwangerschaften und Geburten versöhnen.

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  2. Du schreibst mir aus dem Herzen, auch ich arbeite (ähm, verarbeite ;-) noch immer an den Erfahrungen der Geburt von Babymädchen.
    Ganz liebe Grüße, Sina

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